Ratgeber

Basische Körperpflege: warum die Haut zu meiner Methode gehört

Die vierte meiner fünf Massnahmen — und warum ich sie nie weglasse, auch wenn sie im Bad stattfindet und nicht in der Küche

Kräutertee, Badesalz und Handtuch am Morgen

Die vierte meiner fünf Massnahmen — und warum ich sie nie weglasse, auch wenn sie im Bad stattfindet und nicht in der Küche

Meine Methode besteht aus fünf Massnahmen, und die meisten kennen nur die erste: die richtigen Lebensmittelkombinationen. Dann kommt das Trinken, dann die Mineralstoffe, dann die Haut- und Körperpflege, dann Atmung und Bewegung. Ich habe in meinem ersten Buch dazugeschrieben: Nur wer alle Massnahmen gleichzeitig einhält, hat maximalen Erfolg. Das gilt bis heute, und die vierte ist die, die am häufigsten übersprungen wird — weil sie im Bad stattfindet und nicht auf dem Teller.

Kurz gesagt, was ich empfehle: ein tägliches basisches Fussbad von 30 bis 60 Minuten in den ersten Wochen, ein- bis zweimal pro Woche ein basisches Vollbad, nach dem Duschen ein Basenpolster, und für die tägliche Pflege Produkte auf natürlicher Basis mit einem pH-Wert ab 7 — ohne Erdöl, ohne synthetische Konservierungsstoffe.

Die Haut ist unser grösstes Ausscheidungsorgan

Mit etwa zwei Quadratmetern Oberfläche ist die Haut das grösste Organ, über das der Körper etwas nach aussen abgibt. Früher, als die meisten Menschen als Bauern, Handwerker oder Jäger körperlich arbeiteten, wurde viel über den Schweiss ausgeschieden. Heute nutzen wir diesen Effekt höchstens noch in der Sauna. Und wir tun etwas, das unsere Grossmütter nicht taten: Wir waschen uns täglich mit Produkten, die einen pH-Wert von 5,5 bis 5,8 haben — sauer, wie die Haut selbst.

Meine Überlegung dazu ist seit dreissig Jahren dieselbe: Die Haut besitzt einen Säuremantel. Puffere ich diesen Mantel mit einer basischen Lösung — etwa mit basischem Badesalz —, liefert der Körper Säuren nach, um wieder seinen Haut-pH zu erreichen. So kann ich die Haut auf einfache Weise zur Ausscheidung anregen und damit die inneren Organe entlasten. Mit saurer Kosmetik dagegen verschliesse ich der Haut diese Möglichkeit. Das ist der ganze Gedanke. Er ist nicht kompliziert, und man kann ihn zu Hause ausprobieren.

Was ich tue, und in welcher Reihenfolge

Das Fussbad. In den ersten zwei Wochen täglich, 30 bis 60 Minuten, mit basischem Badesalz. Es ist die einfachste Anwendung, weil sie nebenbei geht — beim Lesen, beim Fernsehen. Ich empfehle sie vom ersten Tag an, zusammen mit der Umstellung in der Küche.

Das Vollbad. Ein- bis zweimal pro Woche, ebenfalls mit basischem Salz, mindestens eine halbe Stunde. Wer mag, bürstet die Haut während des Bades mit einem Luffahandschuh. Und wer eine Sauna in der Nähe hat: Ein Saunabesuch, danach ein Basenpolster und eine Bindegewebsmassage mit einem hochwertigen Hautöl — das ist die Kombination, die ich in der Abbauphase am wirksamsten finde.

Das Basenpolster. Nach dem Duschen ein Tuch oder eine Kompresse, in basische Lösung getaucht, auf die Haut — die genaue Anleitung steht in meinem Fahrplan. Es ist die tägliche Kurzform des Bades und die Massnahme, die ich am Ende meines Buches als die einfachste und beste bezeichnet habe, um den Körper Tag für Tag zu entlasten.

Das Peeling. Ein Basensalzpeeling entfernt abgestorbene Hautzellen und Rückstände von Kosmetika — Silikone zum Beispiel — gründlicher als jedes Duschgel. Ein- bis zweimal pro Woche.

Die tägliche Pflege. Duschgel, Shampoo, Bodylotion oder Hautöl auf natürlicher Basis mit pH-Werten ab 7. Was ich meide: Erdölprodukte, synthetische Konservierungsstoffe, chemische Duft- und Farbstoffe, Silikone.

Worauf ich bei Produkten achte

Ich habe in meinem Buch die Anforderungen aufgelistet, die hochwertige basische Kosmetik für mich erfüllen muss. Sie sind eine Einkaufsliste für das Kleingedruckte: pH-Wert 7 bis 7,4, keine Säuren ausser für Peelings. Reine Rohstoffe, keine Vorkonservierung. Ohne chemische Konservierungsstoffe. Reine Pflanzenöle statt Erdölprodukte. Reine Pflanzendestillate statt chemischer Reizstoffe. Bioaktive Pflanzenstoffe, keine tierischen Inhaltsstoffe. Reine essenzielle Öle statt synthetischer. Natürliche Farb- und Duftstoffe.

Und ich sage dazu, was ich beim Vergleichen festgestellt habe: Selbst als «basisch» verkaufte Kosmetik kann bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Meist werden die guten Wirkstoffe gross ausgelobt, das weniger Gute steht klein irgendwo auf der Rückseite. Gesetzlich muss es dort stehen — die INCI-Liste ist Pflicht. Also lies sie. Das grösste und günstigste Angebot gibt es beim basischen Badesalz; dort ist der Einstieg am einfachsten.

Warum das für mich zur Ernährung gehört

Weil beides denselben Zweck hat. In der Küche gebe ich dem Körper mehr Basen als Säuren, damit er von Speichern auf Loslassen umstellt. Im Bad gebe ich ihm einen zweiten Weg, das Losgelassene auch abzugeben, und entlaste damit Nieren, Lunge und Darm. Was über die Haut ausgeschieden werden kann, müssen die anderen Organe nicht bewältigen. In meiner Praxis habe ich immer wieder beobachtet, dass Menschen, die nur die Küche umstellen, langsamer vorankommen als die, die das Fussbad dazunehmen. Deshalb steht es auf der Liste für die ersten 14 Tage — nicht als Zusatz, sondern als Teil des Programms.

Eine Beobachtung, die ich in mein Buch geschrieben habe und die viele Leserinnen bestätigt haben: Anfangs muss man nach dem Basenbad regelmässig zur Toilette. Ich deute das so, dass die Nieren loslassen können, was sie vorher zurückgehalten haben.

Was die Dermatologie dazu sagt

Ich will hier nichts beschönigen. Die Hautmedizin sieht den Säuremantel als Schutz: Der leicht saure pH-Wert hält die Hautbarriere intakt und unerwünschte Keime fern, und alkalische Seifen können diese Barriere stören. Dass der Körper über die Haut nennenswert «entsäuert», wird von der Wissenschaft nicht geteilt.

Ich habe meine Methode nicht im Labor entwickelt, sondern in meinem Institut, mit Menschen, über Jahrzehnte. Was ich beschreibe, ist, was ich getan und beobachtet habe — und ich sage jeder Leserin: Probier es aus. Ein Fussbad kostet ein paar Franken Badesalz und eine halbe Stunde am Abend. Wer trockene oder empfindliche Haut hat, fängt mit kürzeren Anwendungen an und schaut, wie die Haut reagiert. Und wer eine Hautärztin hat, fragt sie. Ich verlange von niemandem, mir zu glauben. Ich verlange nur, dass man vierzehn Tage lang genau hinschaut.

Dein erster Schritt

Heute Abend: ein Fussbad. Eine Schüssel warmes Wasser, basisches Badesalz nach Packungsangabe, dreissig Minuten, ein Buch dazu. Morgen dasselbe. Und wenn du das nächste Mal Duschgel kaufst, dreh die Flasche um und lies, was klein gedruckt ist.

Häufige Fragen

Was ist basische Körperpflege? Pflege mit Produkten, deren pH-Wert bei 7 oder darüber liegt — Badesalz, Duschgel, Shampoo, Lotion —, auf natürlicher Basis und ohne Erdöl und synthetische Konservierungsstoffe. Bei mir gehört sie als vierte Massnahme zur Methode.

Wie oft soll ich ein Basenbad nehmen? Ein- bis zweimal pro Woche ein Vollbad, in den ersten Wochen täglich ein Fussbad von 30 bis 60 Minuten, nach dem Duschen ein Basenpolster.

Wozu ein basisches Duschgel, wenn die Haut sauer ist? Genau deshalb: Ich möchte den Säuremantel puffern, damit der Körper Säuren über die Haut nachliefert. Die Dermatologie sieht das anders — ich beschreibe, was ich tue und warum.

Reicht die Ernährungsumstellung nicht allein? Sie ist die wichtigste Massnahme, aber ich habe beobachtet, dass es mit Fussbad und Basenpolster schneller geht. Deshalb stehen alle fünf Massnahmen im Programm, nicht nur die erste.


Quellen: Jacky Gehring, «BodyReset – Das Erfolgsprogramm», Die Haut: unser grösstes Ausscheidungsorgan (S. 30–31), Fünf Massnahmen (S. 42), Vierte Massnahme: Die richtige Haut- und Körperpflege (S. 66–67), Der Einstieg (S. 74), Hautnährung und Anforderungen an basische Kosmetik (S. 110–112), Ein Wort zum Schluss (S. 122). «BodyReset – Vegetarisch geniessen», Vierte Massnahme (S. 14–15).

Alle fünf Massnahmen im Zusammenhang stehen im Erfolgsprogramm. Wie die drei Schritte der Methode ablaufen, in die sich die Körperpflege einfügt: Die drei Schritte der Methode. Was in den ersten zwei Wochen sonst noch ansteht: Die ersten 14 Tage. Basische Pflegeprodukte führen wir im Shop unter Körperpflege.